Preziosen und Kleinode aus Lapislazuli, Diamanten,Brillanten, Perlen und Email
Kunsthandwerkliche Golddosen mit allerlei Zierrat hatte man in der "Galanten Zeitalter" gerne griffbereit.
Ausführungen mit scharnierlosem Deckel fanden als Bonbonieren oder auch als Puderdosen Verwendung.
Solche zum schmuckhaften Zubehör der Standespersonen zählenden Golddosen, die nicht nur materiell kostbare, sondern auch in Entwurf und Ausführung anspruchsvolle Kunstwerke handlichen Formats darstellten, galten schon früh als begehrte Sammelobjekte.
Der ursprünglichen Funktion nach handelte es sich bei den Dosen zumeist um Tabatieren zur Aufnahme von Schnupftabak, zu dem Herren wie Damen im gerne griffen.
Von Ende November 2007 bis Ende März 2008 zeigt das Bayerische Nationalmuseum die Sonderausstellung
"Die Prunktabatieren des Fürstenhauses Thurn und Taxis". Im Mittelpunkt steht das einzigartige Ensemble von 55 Golddosen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die das Bayerische Nationalmuseum mit dem Kernbestand der Kunstsammlungen des Fürstenhauses Thurn und Taxis erworben hat.
Die höchst qualitätvollen Tabatieren aus Frankreich, Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und Russland bestechen nicht nur durch die kunsthandwerklich perfekte Ausführung, sondern sind oft auch durch üppigen Edelsteinbesatz wie feinste Emailmalerei ausgezeichnet; verschiedene Dosen bestehen aus Bergkristall, Lapislazuli, Achat und anderen Hartsteinen, Edelsteinen oder sind mit beschnitzten Elfenbeinplättchen und japanischen Lacktäfelchen versehen.

Die bereits 1796 in einem Prezioseninventar dokumentierten Tabatieren wurden größtenteils von Fürst Carl Anselm von Thurn und Taxis (1733-1805) gesammelt, der als Prinzipalkommissar den Kaiser am Immerwährenden Reichstag in Regensburg vertrat und über bedeutende Einkünfte aus der Thurn und Taxis-Post verfügte.
Heute bilden die Tabatieren des Thurn und Taxis-Museums einen historisch geschlossenen Komplex hohen Ranges, für den sich in deutschen Museen keine Entsprechung findet.
Drüber hinaus werden die Tabatieren in der Sonderausstellung im Kontext der Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts präsentiert. Prächtige Damenkostüme und Herrenröcke aus luxuriösen Seidenstoffen sowie verschiedenste Accessoires – wie Fächer, Etuis, Taschenuhren und Spazierstöcke – veranschaulichen auf lebendige Weise die höfische Kultur des Rokoko und frühen Klassizismus.
Tabatiere
Jean-Joseph Barrière
Paris, um 1784-85
Gold, Email, Brillanten
Die Prunktabatieren
des Fürstenhauses Thurn und Taxis
1. Dezember 2007 bis 30. März 2008
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3, 80538 München
quelle: www.bayerisches-nationalmuseum.de © Bayerisches Nationalmuseum München
Ausführungen mit scharnierlosem Deckel fanden als Bonbonieren oder auch als Puderdosen Verwendung.Solche zum schmuckhaften Zubehör der Standespersonen zählenden Golddosen, die nicht nur materiell kostbare, sondern auch in Entwurf und Ausführung anspruchsvolle Kunstwerke handlichen Formats darstellten, galten schon früh als begehrte Sammelobjekte.
Der ursprünglichen Funktion nach handelte es sich bei den Dosen zumeist um Tabatieren zur Aufnahme von Schnupftabak, zu dem Herren wie Damen im gerne griffen.
Von Ende November 2007 bis Ende März 2008 zeigt das Bayerische Nationalmuseum die Sonderausstellung
"Die Prunktabatieren des Fürstenhauses Thurn und Taxis". Im Mittelpunkt steht das einzigartige Ensemble von 55 Golddosen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die das Bayerische Nationalmuseum mit dem Kernbestand der Kunstsammlungen des Fürstenhauses Thurn und Taxis erworben hat.
Die höchst qualitätvollen Tabatieren aus Frankreich, Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und Russland bestechen nicht nur durch die kunsthandwerklich perfekte Ausführung, sondern sind oft auch durch üppigen Edelsteinbesatz wie feinste Emailmalerei ausgezeichnet; verschiedene Dosen bestehen aus Bergkristall, Lapislazuli, Achat und anderen Hartsteinen, Edelsteinen oder sind mit beschnitzten Elfenbeinplättchen und japanischen Lacktäfelchen versehen.

Die bereits 1796 in einem Prezioseninventar dokumentierten Tabatieren wurden größtenteils von Fürst Carl Anselm von Thurn und Taxis (1733-1805) gesammelt, der als Prinzipalkommissar den Kaiser am Immerwährenden Reichstag in Regensburg vertrat und über bedeutende Einkünfte aus der Thurn und Taxis-Post verfügte.
Heute bilden die Tabatieren des Thurn und Taxis-Museums einen historisch geschlossenen Komplex hohen Ranges, für den sich in deutschen Museen keine Entsprechung findet.
Drüber hinaus werden die Tabatieren in der Sonderausstellung im Kontext der Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts präsentiert. Prächtige Damenkostüme und Herrenröcke aus luxuriösen Seidenstoffen sowie verschiedenste Accessoires – wie Fächer, Etuis, Taschenuhren und Spazierstöcke – veranschaulichen auf lebendige Weise die höfische Kultur des Rokoko und frühen Klassizismus.
Tabatiere
Jean-Joseph Barrière
Paris, um 1784-85
Gold, Email, Brillanten
Die Prunktabatieren
des Fürstenhauses Thurn und Taxis
1. Dezember 2007 bis 30. März 2008
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3, 80538 München
quelle: www.bayerisches-nationalmuseum.de © Bayerisches Nationalmuseum München


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