27.8.07

Brillantes Europa - Brilliant Europe - Jewels from the European courts

brillantes europa - brillant europe

Simul und singulis -Gleich und doch unendlich vielfältig!
In diesem Herbst steht Europalia International wieder einmal im Zentrum des kulturellen Veranstaltungskalenders.
Von Oktober 2007 bis Februar 2008 wird das Publikum nicht allein einen, sondern gleich alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union entdecken können, sowohl in Brüssel, wie auch in zahlreichen weiteren belgischen Städten!

Anhand von vielfältigen künstlerischen Zeugnissen aus allen Teilen von Europa wird europalia.europa die Besucher dazu verleiten, den Reichtum der europäischen Kultur und die Tiefe der gemeinsamen kulturellen Wurzeln zu entdecken.
Das Programm, gruppiert um eine zentrale Ausstellung im Palast der Schönen Künste in Brüssel, wird dem Publikum sowohl die Einheit der europäischen Kultur, als auch die Besonderheit jedes einzelnen Landes verdeutlichen.

Ein Highlight unter den Ausstellungen, dürfte „Brillantes Europa“ werden und eine Fahrt nach Brüssel wert sein.

Brillant Europe - zeigt Schmuckstücke, die einst von europäischen Königen und Adligen getragen wurden.
In mehrfacher Hinsicht legen sie auch Zeugnis ab von der Geschichte Europas. Zum ersten beweisen sie die Prunkliebe vergangener Dynastien. Zum zweiten hatte das Verlangen nach Schönheit und Ansehen auch einen Einfluss auf die Beziehungen, die mächtige Frauen und Männer im Laufe der Jahrhunderte miteinander eingingen. Grund genug, die Ausstellung in das Programm der Europalia.europa aufzunehmen.

Die rund 200 Schmuckstücke und Kunstwerke, die auf der Ausstellung zu sehen sind, wurden aufgrund ihrer Qualität und ihrer ganz besonderen Geschichte ausgewählt. Die meisten gehörten Persönlichkeiten, die auf diplomatischem, wirtschaftlichem, sozialem oder kulturellem Gebiet zur Entwicklung des europäischen Gedankens beitrugen.

Die Schmuckstücke haben auch einen hohen symbolischen Wert. In einem Europa, in dem Jahrhunderte lang die einzelnen Königshäuser durch Heiraten Allianzen eingingen, waren sie ein Zeichen von Reichtum und Macht.
Wann, wie und wo sie getragen werden durften, das war strengen Regeln unterworfen. Diese Regeln beruhten auf ausgeklügelten Codes, die sowohl in Portugal wie in Schweden, sowohl in Großbritannien als auch im österreichisch-ungarischen Kaiserreich gültig waren.

Außergewöhnlichen Schmuckstücke werden von Gemälden, Miniaturen, Stichen, Accessoires (wie Schmuckschatullen) und anderen Objekten begleitet, die ihren ehemaligen Besitzern am Herzen lagen. Auch sie illustrieren die europäische Stilgeschichte – jedenfalls soweit die „Upper Ten“ damit zu tun hatten.

Unterstützt wird dieses glitzernde Vergnügen von der Bank ING Belgien und den
Kuratoren:
Diana Scarisbrick, Expertin für historischen Schmuck
Jan Walgrave, Ehrendirektor des Diamantenmuseums Provinz Antwerpen
Christophe Vachaudez, Experte für die Geschichte der Schmuckstücke in den europäischen königlichen Schatzkammern
Patricia De Peuter, Künstlerische Direktorin der Bank ING Belgien
mehr über die Kronjuwelen

Labels:

13.8.07

Die Jagd nach dem Gold des kleinen Mannes

Altgold ist Bargeld - Deutsche Haushalte sind eine Goldgrube
Die Abendzeitung schreibt in Ihrer heutigen Ausgabe:
"Weil das Edelmetall so teuer ist, haben Klein-Aufkäufer Konjunktur"

Das Grosshändler durch Kleinaufkäufer nun Konkurrenz bekommen, liegt am hohen Goldpreis. Bei knapp 490 Euro liegt der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) Feingold derzeit. Das ist um die Hälfte teurer als noch vor zwei Jahren.

Das lockt auch dubiose fahrende Handelsagenturen und viele Kleinhändler wittern da ein Geschäft.
Tatsächlich schlummert lt AZ in deutschen Haushalten ein Millionen-Schatz. Experten schätzen die brachliegenden Altgoldbestände auf bis zu 25 Tonnen.
Der Gegenwert: mehrer Hundert Millionen Euro!


"Jetzt wo der Preis hoch ist, erinnern sich viele daran, dass Oma-Gold in der Schublade liegt", meint ein Händler.

Nicht jedem Aufkäufer sollte man trauen, so die Zeitung weiter:
"Quelle-Filialen, Lotto-Läden, Tabak-Boutiquen -
Mir graut´s wenn ich sehe, wer da alles Gold kauft" schimpft ein Münchner Großhändler.
Da wird eine Menge Schindluder getrieben, meint auch der Chef einer Goldscheideanstalt, oft werde das Metall weit unter Wert gekauft.

Der Experte rät Kunden, beim Verkauf zwei Meinungen einzuholen für den Goldankauf.
Es ist nicht alles Gold was glänzt - zumindest nicht im selben Maße.
Ob alte Ringe, Ketten, Schmuck oder Zahngold:
Der Wert solcher Erbschätze kann erheblich voneinander abweichen, entscheidend ist der Feingold-Gehalt des jeweiligen Stücks.

Bei Zahngold etwa kann er zwischen 20 und 80 Prozent liegen. Entsprechend kann auch der Preis für ein Gramm Zahngold zwischen drei und zwölf Euro variieren. Ähnliches gilt für Ringe und Schmuck, der Goldgehalt der Stücke variieren beträchtlich.

Dort ist der Goldgehalt oft aufgestempelt. Die Zahl 333 bedeutet: 33,3 Prozent des Metalls sind Gold. Bei einem 750-Stempel beträgt der Goldgehalt drei Viertel.
In einem 20 Gramm schweren 750er Goldstück sind demnach 15 Gramm Feingold enthalten. Das ist derzeit etwa 240 Euro wert.
Richtig geschätzt:
Seriöse Goldankauf Adresse bei einem Goldschmiedemeister

Labels: , ,

4.8.07

Schmuck von René Lalique

René Lalique Anhänger –Schwan
René Lalique Anhänger –Schwan, ca. 1897-1899
Ziseliertes Gold, opakes Email mit
herausgearbeiteter Oberfläche, transluzides
Email


René Lalique - für Kenner des Jugenstilkünstlers ist Lissabon und das Museum Gulbenkian ein "must".
Dort wird deutlich welche Inspirationen René Lalique zu seinen Schmuck und Glaskunstwerken animierten, jene opaquen Gefässe von den Ausgrabungen, die sein Mäzen Calouste Gulbenkian, jener Zeit sammelte und ihn zum experimentieren beeinflussten.

Hat man nicht die Zeit für eine Reise, so gibt es jetzt die Gelegenheit dem Werk René Laliques (1860-1945) in einer Ausstellung in Berlin zu frönen.
Als „Erfinder des modernen Schmucks“, wie ihn der berühmte Glaskünstler Emile Gallé nannte, war René Lalique (1860-1945) zweifellos einer der begabtesten und einflussreichsten europäischen Schöpfer seiner Zeit. Als Kunsthandwerker, der die Traditionen veränderte und stark an der Revolution der Ästhetik gegen Ende des 19. Jahrhunderts mitwirkte, hat Lalique Werke geschaffen, die das einfache Kunsthandwerk übertrafen.
René Lalique begann 1880 als Schmuckzeichner für die Palais-Royal-Juweliere. Er lenkte schnell durch die Qualität und die Originalität seiner Zeichnungen die Aufmerksamkeit auf sich, so auch von Alphonse Fouquet, der zu dieser Zeit Schmuckstücke herstellte, die von der Renaissance beeinflusst waren: „Ich kannte keinen Schmuckzeichner, endlich gibt es einen“ (1884). 1885 machte sich René Lalique selbstständig. In den folgenden Jahren stellte er in seinem Werkstattbetrieb ausschließlich Schmuckstücke her, zunächst mit der Hilfe von nur wenigen Arbeitern unter der Leitung von Paul Briançon, der Lalique zwanzig Jahre lang assistieren wird.
Anonym nimmt er als Mitarbeiter von Vever und Boucheron an der Weltausstellung Paris von 1889 teil. Lalique arbeitet rastlos mit 30 Mitarbeiter und unermüdlich bis zur völligen Erschöpfung, zeichnet,formt, macht technische Untersuchungen und Versuche mit dem Ziel, zu neuen künstlerischen Ergebnissen zu gelangen und etwas Neues zu schaffen „was man noch nicht gesehen hat“.

Zunehmend begreift er seine Schmuckkreationen als Gesamtkonzeption. Die einzelnen Stadien des Entstehens seines Werkes bedeuten für ihn wichtige künstlerische Schritte:
Von der Zeichnung oder dem Formen nach der Natur, oder anhand von Fotografien, die er ab 1898 in Clairefontaine macht, bis zum vollendeten Werk, auf das er seinen Namen in Großbuchstaben eingravieren und seinen Stempel anbringen kann.
1890 begegnet er Augustine-Alice Ledru, mit der er seit 1892 eine Tochter, Suzanne, hat.
Alphonse Ledru, Vater und Sohn, waren als Bildhauer bei Rodin tätig und fertigten Modelle, von denen sich Lalique in seinem Schmuckschaffen beeinflussen ließ. Er negiert immer mehr die traditionellen Werkstoffe der hohen Juwelierkunst –Platin, Diamant, eingefasste Edelsteine sowie die herkömmliche Ornamentik von Knoten und Bändern, die aus dem 18.Jahrhundert übernommen wurde und immer wieder historische Stile zitierte.
René Lalique Vier Pfauen Brosche Lalique Museum, Hakone, Japan<br />Inv. 655
Stattdessen bevorzugte er ziseliertes Gold, Email, Opal und Mondstein, seine Lieblingssteine, sowie unerwartete Materialien, wie Horn, Elfenbein und schließlich Glas.

Von Anfang an war die Frau eines der Hauptthemen der Schmuckstücke von Lalique. Das
Frauenantlitz erscheint im Profil oder en face, immer auch etwas an die Züge von Alice Ledru erinnernd.
Im Mittelpunkt steht die Verwandlung, die Metamorphose. Frauen werden zu Mischwesen, sie verwandeln sich in einen Skarabäus, eine Libelle, ein Insekt,einen Pfau, oftmals auch in die „femme fleur“, geheimnisvolle Wesen, die aus der Pflanzenwelt entstammen. Das symbolistische Äquivalent, der Schwan, „die erlaubte Nacktheit“ (Bachelard) wird von ihm immer wieder dargestellt.
Als leidenschaftlicher Beobachter der Natur, von der er die „bescheidensten“ Aspekte zeichnet, darin den japanischen Künstlern folgend, studiert er heimische und exotische Blumen und Pflanzen im Jardin des Plantes. Er gibt Formen und Farben von Flora und Fauna mit der reichen Farbskala von Email und mit Hilfe des Glases wieder. Motive sind zum Beispiel Iris, Disteln,Maiglöckchen, Anemonen, Rosen, Orchideen, Misteln, aber auch Insekten, Reptilien, Vögel.

Die Lalique-Exponate für die Weltausstellung Paris von 1900 stellen eine Sensation dar. Die Gitterelemente des Ausstellungsstandes zeigen eine Formation von Fledermäusen, außerdem finden sich hinter einem Bronzegitter von Libellen-Frauen eine Fülle von Schmuckstücken aus farbigen Edelsteinen und schimmernden Perlen, aus blassem Elfenbein, aus blondem Horn, aus glänzendem Gold und feinen Emaillen. Laliques Schmuck findet eine große Anzahl von Bewunderern, die der russischen, österreichischen, französischen Aristokratie und der politischen und kulturellen Welt angehören, unter denen sich seine gute Freundin, Sarah Bernhardt, und vor allem sein treuester Freund und Sammler, Calouste Gulbenkian, befinden.
Im Salon von 1901 wählt Lalique für seine Ausstellungsvitrine einen ganz anderen Farbton, einen weißen Ton, der durch die Anwendung von Glas und durch die Wiedereinsetzung des Diamanten geprägt wird.
Glas, das er bereits seit 1890 bearbeitet, hat nun Vorrang und erhält seit 1902 zunehmende Wichtigkeit durch die Begegnung mit dem Parfumhersteller François Coty und durch den Bau seines eigenen herrschaftlichen Privathauses Cours de la Reine, fürdas er Glasbausteine für die beiden Eingangstüren herstellt und verwendet. Ein neues Kapitel beginnt, in dem er seine Forschungen zum Schmuck zur Anwendung für die Glaskunst bringt und nach und nach die Fundamente für die Verwendung des Glases in der Industriegeschichte des 20. Jahrhunderts setzt.
Lalique, ein Künstler, der die Traditionen bricht und an der Revolution der Ästhetik gegen Ende des 19. Jahrhunderts beteiligt ist, schafft Werke, die den Rahmen des Handwerks und des oftmals so genannten „unbedeutenden“ Kunsthandwerks sprengen, was diese Ausstellung überzeugend demonstriert. Sie vereint ca. 250Werke –Studien, Zeichnungen, Modelle, Schmuck, Glaskunst, Fotos, Gemälde, Skulpturen aus den Jahren 1890 bis 1912 von René Lalique und seinen Zeitgenossen. Es wird hier ermöglicht, die Persönlichkeit von René Lalique im Kontext seiner Zeit zu erfassen.

René Lalique. Jugendstil-Schmuck aus Paris 1890-1912
Ausstellung vom 8. September 2007 bis 13. Januar 2008 im Bröhan-Museum, Berlin
Lalique Museum, Hakone, Japan Inv. 717/655
Fotonachweis: Shoichi Kondo© VG Bildkunst, Bonn 2007

Labels:

3.8.07

Das Geheimnis der Südseeperlen

perlen-perle-paspaley-suedseeperle
Im Jahr 2002 wurde die größte und schönste Perle der Südsee entdeckt.
Sie hat einen Durchmesser von über 20 Millimetern und ist perfekt rund. Es war der bedeutendste Zuchterfolg aller Zeiten.

Was der "Hobe Diamant" in der Welt der Edelsteine ist - das ist die "Paspaley Perle" in der Perlenwelt. Diese Südseeperle züchtete man nicht in den Perlfarmen der indonesischen Inseln oder Tahitis. Sie wuchs vor der Küste im Norden Australiens. Denn dort lebt auf dem Meeresgrund die größte Perlmuschel der Welt: die Pinctada Maxima Auster. In ihr wachsen die wertvollsten und teuersten Perlen der Welt.

Erstmalig und exclusiv für berichtet nun ARTE über diese extrem entlegenen Gebiete und findet dort die größte Perloperation in der Südsee.
Nicholas Paspaley, der Vater der modernen Perlenzucht, gewährt einen außergewöhnlichen Einblick in die geheimnisvolle Welt der Perlenzucht.
Es ist ein hartumkämpftes Terrain und kostete in der Vergangenheit vielen Muscheltauchern das Leben.

Heute gibt es neue Sicherheitsvorkehrungen und doch ist das Tauchen nach Perlen in der Tiefe des Indischen Ozeans immer noch voller Gefahren.
Die Paspaley Perlenzucht ist eine logistische Meisterleistung. Die Perlfarmen erstrecken sich an der traumhaften Küste der Kimberleys und des Northern Territorys über eine Distanz von 2.000 Kilometern. Das ist die Entfernung zwischen London und Moskau. Die Operation besitzt eine eigene Flugstaffel und eine Schiffsflotte mit über hundert Booten. 600 Menschen arbeiten rund um das Jahr in den isolierten Regionen riesiger Nationalparks und dem Land der Aborigines, nur mit einem Ziel
die besten Perlen der Welt zu züchten.

Zu sehen auf ARTE:
13. August 2007 um 19.00 Uhr

Labels: