23.2.09

Teppich aus Perlen | Perlenteppich der Maharani

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Die indischen Fürsten und Maharajas waren bekannt für ihren exotischen Schmuck, excellente Edelsteine, kostbaren Schätze und natürlich ausergewöhnliche Perlen.
Aber auch zwischen diesen Potentaten, war der Besitz eines Perlenteppich eine Seltenheit.
Der Perlenteppich des Gaekwar von Baroda gehört zu den exquisitesten Perlenobjekten die es je gab, handgearbeitet 1865 - hat er eine bewegte Geschichte hinter sich.


Der Teppich aus Perlen, reflektiert geradezu symbolhaft den Luxus und die Üppigkeit des Orients. Anfang des 20. Jahrhunderts konnten Besucher des Palastes, wenn sie Glück hatten, den Teppich vor dem Thron des Besitzers ausgebreitet liegen sehen. Der Anblick der im Sonnenlicht matt schimmernden Perlen mit den Edelsteinen muss überwältigend gewesen sein.
1903 war der Teppich in einer Ausstellung indischer Kunst in den Kudsia-Gärten in Delhi zu sehen öffentlich.
Über den Grund zur Herstellung des Perlenteppichs wird bis heute gerätselt. An erster Stelle steht die Version von der großzügigen Spende für die moslemischen Untertanen, deren Wohlwollen der Gaekwar mit dieser Geste erlangen wollte, war es doch ein Hindustaat. Das Geschenk kam allerdings nie oder zumindest nicht vollständig nach Mekka.

Die Maharaja-Familie besaß kolossale Mengen an Perlen, aus einem Bericht im späten 19. Jahrhundert, geht hervor, dass der Perlenteppich lediglich als Mittel zur Aufbewahrung dieses Perlenschatzes dienen sollte. Eine andere Geschichte will wissen, dass der Gaekwar den Teppich selbst als Geschenk für eine Engländerin entwarf, in die er sich verliebt hatte.

Die britischen Kolonialregierung untersagten ihm, das Geschenk weiterzugeben - somit blieb der Teppich in Baroda und wurde zum Staatsschatz. Im „Book of the Pearl" von Kunz 1908, wird die Herstellung des Teppichs erwähnt, der von Juwelieren aus pearlcarpet perlen pearls
Gujarat ausgeführt wurde.
Die Grundfläche, bestickt mit kleinen weißen Perlen, ist deutlich zu erkennen. Die Basis wurde aus Hirschleder und Seide zusammengenäht. Das Design ist meist aus Perlen und dem klassische Arabesque-Moghul-Designs abgeleitet, die Saatperlen bedecken fast die gesamte Oberfläche mit arabesken Muster und Rosetten. Wahrscheinlich ließ man sich von der legendären, mit Juwelen besetzten Bedeckung für das Ehrengrabmal von Muntaz Mahal im Taj Mahal inspirieren, die von Shah Jahan in Auftrag gegeben worden war.
Den Mittelpunkt des Baroda-Perlenteppichs bildet eine mit Diamant-Rosen ausgefasste Rosette, die farbig liniert ist. Die Perlen, von denen jede einzelne durchbohrt und aufgezogen ist, sind so zusammengestellt, dass unterschiedliche Nuancen von Weiß in Wellen über die Oberfläche ziehen, die zusammen mit der Aneinanderreihung des Lüsters jeder einzelnen Perle ein unvergleichliches Bild bieten.
Zur Gestaltung der Oberfläche wurden wahrscheinlich etwa 2 Millionen kleiner Saatperlen verwendet, sog "Basra" Perlen -aus dem Golf gesammelt.
Die Größe liegt im Bereich von 1-2 mm bis 2-3 mm, die Umrandungen der Rosetten sind mit größeren Perlen bis zu 6 X 4 mm Größe ausgefasst. Das Gewicht der Perlen dürfte sich insgesamt auf 30 000 Karat (etwa 6 Kilo) belaufen. Darüber hinaus wurden mehr als 2 600 Diamanten, 1 300 Rubine, 600 Smaragde und farbige Glasperlen verwendet. Über den Herstellungspreis gibt es verschiedene Angaben, die von 10 Millionen bis 60 Millionen Rupien gehen.

Die Ehe des Maharaja endete in einer Scheidung im Jahr 1956 und der Gaikwad selbst starb in London im Jahr 1968. Maharani Sita Devi seine zweite, glamouröse Frau, überlebte ihn um 18 Jahre. Die fabelhafte Baroda Schätze wurden zerstreut und verkauft.

Der Perlen Teppich war in Indien bis in die frühen 1940er Jahre und soll dann im Gewölbe einer Bank in Genf geschlummert haben, bis er jetzt im März zum ersten Mal zur Auktion am 19.März angeboten wird - Sothebys hat einen Aufrufpreis von $ 5 00000 angesetzt.

Ergebnis der Auktion des Baroda Perlen Teppich | Baroda Pearl Carpet Details und grosse Bilder zu dem Perlen Teppich

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