12.2.10

Maharaja - Indiens Pracht

schmuck maharaja maharadscha
1001 Nacht in München - die Pracht der Indischen Fürstenhöfe
Einen faszinierenden Einblick in das Leben der "König aller Könige" Maharajadhirajdas von dem der Begriff Maharaja abgeleitet wird, bietet jetzt die Münchner Hypo Kulturhalle.

250 autentische Ausstellungsstücke geben Aufschluss über Tracht und Haltung eines Monarchen.
Gewänder und Juwelen mit den sich der Herrscher kleidete und schmückte und die Gegenstände mit denen er sich umgab, an sich schon Werke von großer Schönheit und hohem Wert.
Ihren tieferen Sinn erhalten sie jedoch als Symbole der Macht, des Rangs und der Rolle des Herrschers. Der Anblick eines Königs in Glanz und Pracht "schön, gesund, rein und duftend, mit Schmuck beladen auf seinem Thron sitzend, galt als glücksverheißend und freudebringend für das Volk"!

Diese Vorstellung ist ein wichtiges Element des indischen Konzeptes der verheißungsvollen Begegnung mit einem höheren Wesen, denn der Maharadscha hatte eine weitere Funktion, er war auch Mediator zwischen dem Volk und den Göttern.
Bei den spektakulärsten Inszenierungen solcher Darshans erschien der Herrscher bei einem Hoftag oder zog auf dem Rücken eines Elefanten feierlich durch sein Reich.
Die Rituale waren für Muslime, Sikhs und Hindus gleich bedeutsam, denn die fremden Eroberer beeinflussten nicht nur die indische Vorstellung vom Königtum, sondern übernahmen selbst vieles von dem, was sie in Indien vorfanden.

Erhalten aus dieser Zeit sind Skizzen oder Gemälde, aber auch reale Dinge wie der Schmuck des Maharaja von Nawanagar - das Zeremonial Collier seine Smaragde und Abbildungen von seiner Kollektion an Diamantschmuck für den Turban kann man nun sehen.

Der elegante Smaragdschmuck des Maharani von Baroda ist in seiner ganzen Herrlichkeit in Natura zu bewundern.

Ein Herrscher hatte sich angemessen zu verhalten, zu seinen königlichen Pflichten gehörte der Schutz seiner Untertanen, die Schlichtung in Streitfällen, die Rechtssprechung und das Verhängen von Strafen. Kriegerische Fähigkeiten waren ebenso wichtig wie Kentnisse über Rechtslehre und diplomatische Gewandtheit, ein König sollte einerseits weise und mildtätig, andererseits tapfer im Kampf und geschickt bei der Jagd sein. Ein indischer Herrscher erfüllt sein "Rajadharma" auch durch die Förderung von Musikern, Dichtern aber auch Künstlern und vor allem Kunsthandwerkern:

Beispiele davon sind nun in der Ausstellung zu bewundern, herausragend in seiner Einzigartigkeit ist ein Perlen Baldachin, dem berühmten Perlen Teppich der Maharani von Baroda sehr ähnlich.

Geschnittene Smaragde und Edelsteine in feiner Handwerksarbeit und das imposante Collier des Maharadschas von Patiala das ganz typisch für den Schmuck des Maharadschas war und der Symbolsprache des Königtums angemessen. Ein Schmuck ausschliesslich für den Herrscher gefertigt, wie ein Panzer aus Diamanten und Platin..... auch wenn die orginal Diamanten nicht mehr im Kollier betören, gibt es doch einen umwerfenden Eindruck.

Bis zum 24. Mai 2010 täglich von 10-20 Uhr können die Exponate aus 3 Jahrhunderten sowie historische Filmausschnitte in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung besichtigt werden.
Näheres unter www.hypo-kunsthalle.de

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