30.3.10

Korallen und Ihre Bedrohung durch die Erwährmung

Die schutzlosem Korallen erbleichen, meldet eine Forschergruppe Cornell University, Ithaca.
Korallen, Korallenkette


Der Schützende Biofilm auf Korallen verschwindet bei zu hohen Wassertemperaturen
Korallenriffe sind ein Lebensraum für zahlreiche Fische und andere Tierarten.

Auch üben ihre Farbenpracht und Artenvielfalt eine starke Anziehungskraft auf Touristen aus, jedes Jahr besuchen etwa acht Millionen Touristen das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens.
Die Korallenriffe sind aber inzwischen durch den Klimawandel bedroht, denn bei zu hohen Wassertemperaturen stoßen die Korallentiere nämlich Algen ab, die ihre Versorgung mit Nährstoffen sicherstellen. Da diese Untermieter den Korallen auch ihre Farbe verleihen, bleichen sie beim Absterben aus.
Die Studienleiterin Jones: "Vor unserer Studie sind aber die hierbei zugrunde liegenden Mechanismen nicht verstanden worden". Nun ist klar, dass Krankheitserreger die Riffe abtöten.

Die Erwärmung der Meere lässt Korallen absterben, ihr Schutzschild aus Mikroorganismen wird geschwächt, das haben US-Biologen mit Hilfe von Computersimulationen herausgefunden. Danach dämmt ein Mikrofilm aus Bakterien auf der Oberfläche der Korallen die Vermehrung anderer Bakterien ein, die bei den Korallen Krankheiten auslösen. Bei steigenden Wassertemperaturen dünnt die Schutzschicht aus, wodurch sich die Krankheitserreger stärker ausbreiten. Die sichtbaren Folgen sind das Ausbleichen der Korallen und dann ihr Absterben.

Das Verhalten von Bakterien auf den Korallen nachvollziehen zu können, wurde von den Wissenschaftlern nachgebildet, die eine Gruppe besiedelt die Korallenoberfläche und funktioniert als Schutzschild gegen krankheitserregende Bakterien. Der Abwehrwall der Mikroorganismen kommt aber mit höheren Wassertemperaturen nicht zu recht, fanden die Forscher heraus. Ihre Zahl geht drastisch zurück, während sich die gesundheitskritischen Bakterien stark vermehren. "Es gibt eine kritische Grenze, bei der das System plötzlich in einen Krankheitserreger-dominierten Zustand springt", erklärt Jones. Dadurch werden die Korallen geschwächt – im Extremfall bis hin zum Abstoßen der Algen und nachfolgendem Absterben.

Weiter zeigten die Computersimulationen auch die Hartnäckigkeit der Krankheitsauslöser, wenn sich diese erst mal auf der Korallenoberfläche etabliert haben: Sie bleiben dort sitzen, auch wenn sich das Wasser wieder abkühlt und die Bedingungen eigentlich wieder optimal für die schützenden Bakterien wären. Diese Erkenntnis stimmt auch mit früheren Beobachtungen überein. Zudem ist die Anzahl der Keime im Meerwasser, die sich bei einer geschwächten Abwehr auf den Korallen ansiedeln, auch von der Wasserqualität abhängig. Neben dem Kampf gegen die Klimaerwärmung sei es deshalb wichtig, die Wasserqualität zu verbessern, schließen die Forscher.
Laura Jones (Cornell University, Ithaca), Bild der Wissenschaft

Labels:

26.3.10

Elfenbein - kostbar wie Gold, Edelsteine oder Perlen


Elfenbein, durfte in keiner herrschaftlichen Kunstkammer fehlen und war begehrt bei den fürstlichen Sammlern, sei es aus Elefanten-, Nashorn-, Walross- oder Flusspferdeschädeln.

Mit Bergkristallen und Gold verziert, ist der sogenannte Asturius Buchdeckel eines der prachtvollsten Stücke in der Ausstellung und Elfenbein war das richtige Geschenk für Personen in einem hohem Amt, Fürsten, Herzöge und hohe geistliche Würtenträger, geneigt zu machen....das Werbegeschenk des Mittelalters.

Bedeutende spätantike, frühmittelalterliche und gotische Elfenbein Arbeiten besitzt das Bayerische Nationalmuseum vor allem eine reiche Sammlung barocker Elfenbeinplastik, sie werden jetzt im Dialog mit der Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt vom 27. März 2010 bis 17. Oktober 2010 in München ausgestellt.

Die Elfenbeine aus Darmstadt befinden sich großteils seit über 200 Jahren in Museumsbesitz. Sie stammen aus dem 5. bis 15. Jahrhundert und führen die vielfältigen Verwendungsformen vor Augen, die das Material im profanen und kirchlichen Bereich gefunden hat. Zugleich ergibt sich eine spannende Gegenüberstellung mit Werken aus der Münchner Elfenbeinsammlung.

Zwei Wittelsbacher Fürsten waren besondere Liebhaber von Elfenbein: Kurfürst Maximilian I. von Bayern und Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz.
Ein wesentlicher Teil der Münchner Sammlung barocker Elfenbeinskulpturen stammt aus der Sammlung des Kurfürsten Johann Wilhelm

Um 1600 wurde Elfenbein als Material für kleinformatige Skulpturen und für Drechselarbeiten wieder sehr begehrt. So haben die besten deutschen Barockbildhauer, wie Georg Petel, Justus Glesker und Balthasar Permoser, in Elfenbein gearbeitet.

Labels: