25.4.08

Adel in Bayern

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Der Aufstieg des Adels und die Ausbildung einer Adelslandschaft in Bayern, Wehrhaftigkeit, Religion, adeliges Leben und Adelskultur, das Verhältnis zwischen Adel und Landesherr, das Spannungsfeld zwischen altem und neuem Adel, schließlich der Macht- und Bedeutungsverlust des Adels und seine Lebenswirklichkeit in heutiger Zeit. Dies sind die Themen mit der sich jetzt eine Ausstellung beschäftigt.

Die Welt des Adels, Ritter, Grafen und Industriebarone, erwarten Sie im Lokschuppen Rosenheim und auf der Burg Hohenaschau im Chiemgau. Bis zum 5. Oktober wird hier die Geschichte des altbayerischen Adels präsentiert, der über Jahrhunderte Sonderrechte besaß, an einflussreichen Stellen der Politik wirkte, hohe militärische Positionen und wichtige geistliche Ämter besetzte. Genau deswegen bewegt er bis heute die Fantasie der Menschen: vom edlen Ritter bis zur Prinzessin im Märchenschloss – wer hat sich nicht schon einmal in diese Welt geträumt?

Einst bestimmte der Adel das politische, soziale und kulturelle Geschehen im Land. Wer in eine adelige Familie geboren wurde oder sich den Adel durch Besitz oder Verdienst erworben hatte, gehörte zur gesellschaftlichen Elite. Er besaß vielfältige Privilegien (Ehrenvorrechte in Titel, Waffen, Kleidung) und beste Karrieremöglichkeiten. Darüber hinaus konnte der Adel eine juristische (besonderer Gerichtsstand), politische (Teilnahme an Landtagen) und wirtschaftliche (weitgehende Steuerfreiheit) Sonderstellung für sich beanspruchen. Doch der Lauf der Geschichte brachte große Veränderungen: Der Adel verlor an Bedeutung, verlor seine Privilegien, bis die Weimarer Verfassung ihn nach dem Ende des Ersten Weltkrieges endgültig für abgeschafft erklärte.
Dabei war "der Adel" zu keiner Zeit eine homogene und in sich geschlossene gesellschaftliche Gruppe, sondern äußerst vielschichtig und unterschiedlich hinsichtlich Herkunft, Vermögen, politischer Partizipationsmöglichkeiten und Lebensstil. Einigend wirkte jedoch ein verbindendes Adelsethos, das auch Landesgrenzen und Sprachbarrieren überwand.
sie ihre ritterlichen Träger vor Verletzungen im Kampf schützen sollten, auf ein Vermögen geschätzt.
„Stellen Sie sich einfach vor, da stehen drei Sportwägen - dann kommen Sie auf den heutigen Wert von über einer halben Million" erklärt Dr. Christian Lankes, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haus der Bayerischen Geschichte.
Der niedere Adel der Ritter hatte schwer zu tragen - 25 kg wiegt eine jede Rüstung, die für die Ausstellung grundlegend gereinigt wurden.

Die Bayerische Landesausstellung 2008 zeigt den altbayerischen Adel in verschiedenen Schwerpunkten von seinen Anfängen im Mittelalter bis in die Gegenwart.
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